Der Legende nach erreichten die spanischen Eroberer kurz nach der Gründung Quitos die Küste im Süden Ecuadors. Hier machten ihnen die Eingeborenen das Leben schwer, denn sie hatten nicht vor, ihr Land so einfach aufzugeben. Der Häuptling, des dort niedergelassenen Volkes der Huancavilcas, war Guayas und er war verheiratet mit Quil, die nicht nur eine wunderschöne Frau, sondern auch eine tapfere Kriegerin war.

Am Ende gelang es den Spaniern dennoch, die Eingeborenen zu besiegen und sie nahmen Guayas und Quil in Gefangenschaft. Um seine Frau vor den Händen der Spanier zu schützen, versprach er ihnen, sie zu einem Ort zu führen, an dem große Reichtümer versteckt waren. Dort angekommen, bat er um einen Dolch, um den Stein beiseite zu schieben, der den Schatz bedeckte. Zur Überraschung und zum Entsetzen aller, stach er mit diesem Dolch jedoch direkt in das Herz seiner geliebten Frau und danach in das seine.

So hatten die Spanier zwei Schätze.

Los de España, quedan yertos!


Sólo han ganado dos muertos!


Recios guerreros dolientes,


lloran cargando los restos …

Man sah die Spanier erbleichen!

Es blieben ihnen nur zwei Leichen!

Die stärksten Krieger in Trauer,

trugen weinend die Reste …

Nach dieser Legende entstand der Name Guayaquil aus der Verbindung der beiden Helden, Historikern zufolge bedeutet der Name „unser großes Haus“ - Gua (groß) ya (Haus) und quil (unser). Das ist natürlich viel unspektakulärer ….